Das Sichern Ihres Computers auf einer externen Festplatte unter Windows 10 klingt theoretisch ganz einfach: anschließen, Sicherung auswählen, fertig. In der Praxis sieht es aber oft anders aus. Laufwerke werden nicht erkannt, Sicherungsoptionen fehlen oder der gesamte Vorgang hängt sich einfach auf. Wenn Ihre externe Festplatte nicht erkannt wird oder Windows die Sicherung nicht ordnungsgemäß durchführt, kann das extrem frustrierend sein. Hat man die anfänglichen Hürden jedoch erst einmal überwunden, ist es äußerst praktisch, das gesamte System oder zumindest wichtige Dateien auf einem zuverlässigen externen Gerät gesichert zu haben. So haben Sie im Falle eines Hardwareausfalls, Malware-Befalls oder versehentlichen Löschens eine sichere Alternative. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen einige häufige Fehlerquellen und einfache Lösungen, mit denen Sie die Sicherung in der Regel problemlos durchführen können, anstatt einen Albtraum zu erleben.
So beheben Sie Sicherungsprobleme bei der Verwendung eines externen Laufwerks unter Windows 10
Schließen Sie Ihre externe Festplatte ordnungsgemäß an und überprüfen Sie die Erkennung.
Schließen Sie zunächst Ihre externe Festplatte an einen USB-Anschluss an. Manchmal erkennt Windows sie nicht sofort, oder ein bestimmter Anschluss reagiert etwas empfindlich. Prüfen Sie, ob die Festplatte im Datei-Explorer angezeigt wird – sie sollte unter „ Dieser PC“ aufgeführt sein. Falls nicht, versuchen Sie einen anderen USB-Anschluss oder starten Sie Ihren PC neu. Stellen Sie außerdem sicher, dass Windows das Gerät im Geräte-Manager fehlerfrei erkennt. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Startmenü, wählen Sie „Geräte-Manager“ und sehen Sie im Abschnitt „Laufwerke“ nach. Manchmal wird die Festplatte als unbekanntes Gerät angezeigt, was auf Treiberprobleme hindeutet.
Bei manchen Systemen muss das Laufwerk formatiert oder initialisiert werden, wenn es neu ist. Dies können Sie über die Datenträgerverwaltung tun ( Windows-Taste + X > Datenträgerverwaltung ).Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und prüfen Sie, ob es formatiert oder partitioniert werden muss. Sichern Sie unbedingt alle vorhandenen Daten, bevor Sie diese Schritte ausführen, da beim Formatieren alle Daten gelöscht werden.
Zugriff auf die Sicherungseinstellungen und Hinzufügen Ihres Laufwerks
Gehen Sie als Nächstes zu Einstellungen > Update und Sicherheit > Sicherung. Falls Ihr externes Laufwerk unter „Laufwerk hinzufügen“ nicht angezeigt wird, erkennt Windows es möglicherweise nicht korrekt. In diesem Fall müssen Sie das Laufwerk manuell aus der Dropdown-Liste auswählen. Sollte es weiterhin nicht angezeigt werden, überprüfen Sie, ob das Laufwerk mit NTFS oder exFAT formatiert ist – Windows bevorzugt diese Dateisysteme für Sicherungen. Bei einem neuen Laufwerk oder wenn es mit FAT32 oder einem inkompatiblen Dateisystem formatiert ist, kann eine schnelle Neuformatierung (über die Datenträgerverwaltung) erforderlich sein. Sobald das Laufwerk erkannt wurde, verwendet Windows es als Sicherungsziel, bis Sie es ändern.
Und ja, falls Ihr Laufwerk gar nicht erkannt wird, überprüfen Sie, ob es an einem funktionierenden Anschluss angeschlossen und gegebenenfalls mit Strom versorgt ist und ob Ihre Treiber aktuell sind. Klingt selbstverständlich, aber Hardwareprobleme kommen vor.
Backup-Optionen und -Zeitplan korrekt konfigurieren
Klicken Sie in den Sicherungseinstellungen auf „Weitere Optionen“. Hier können Sie bestimmte Ordner auswählen oder Windows Ihre Bibliotheken, den Desktop und die Standardordner sichern lassen. Legen Sie außerdem einen Sicherungszeitplan fest – auf einem Rechner funktionierte es nach einem Neustart, auf einem anderen hingegen werden die Einstellungen nur schwer von Windows übernommen. Deaktivieren Sie zur Fehlerbehebung alle inkompatiblen Sicherungsprogramme oder Antivirenprogramme, die den Vorgang blockieren könnten.
Wenn Sie ein vollständiges Systemabbild erstellen möchten, empfiehlt sich die integrierte Funktion „Systemabbildsicherung“ (zu finden unter Systemsteuerung > Sichern und Wiederherstellen (Windows 7) ).Diese ist oft zuverlässiger, wenn Sie einen exakten Wiederherstellungspunkt benötigen. Dafür benötigen Sie allerdings eine ausreichend große externe Festplatte.
Starten Sie die Datensicherung und achten Sie auf häufige Fehler.
Wenn Sie auf „Jetzt sichern“ klicken, sollte der Vorgang starten. Manchmal läuft aber etwas schief. Häufige Ursachen? Ein nicht korrekt eingebundenes Laufwerk, Windows greift standardmäßig auf ein Netzlaufwerk zu oder die Partition ist voll.Überprüfen Sie die Fehlermeldungen sorgfältig und achten Sie darauf, ob Windows vorschlägt, die Zugriffsrechte zu korrigieren oder das Laufwerk zu reparieren. In manchen Fällen hilft ein Neustart nach dem Anschließen des Laufwerks, insbesondere wenn Windows es zunächst nicht erkannt hat.
Noch etwas: Falls die erste Sicherung fehlschlägt, versuchen Sie, sie im abgesicherten Modus oder mit möglichst wenigen Hintergrundanwendungen auszuführen. Gelegentlich verursachen Drittanbieter-Tools oder Windows-Updates Probleme. Stellen Sie außerdem sicher, dass auf Ihrer externen Festplatte genügend freier Speicherplatz vorhanden ist. Andernfalls hängen sich die Sicherungen auf oder brechen mittendrin mit einer Fehlermeldung ab.
Zusätzliche Tipps zur Behebung von Datensicherungsproblemen
- Stellen Sie sicher, dass Ihr externes Laufwerk nicht auf schreibgeschützt oder schreibgeschützt eingestellt ist – prüfen Sie dies über einen physischen Schalter oder über die Eigenschaften im Datei-Explorer.
- Deaktivieren und aktivieren Sie den Windows-Sicherungsdienst: Dienste > Windows-Sicherung – Rechtsklick, Neu starten. Manchmal behebt das Zurücksetzen dieses Dienstes ungewöhnliche Probleme.
- Prüfen Sie, ob Windows-Updates verfügbar sind – manchmal beeinträchtigen Fehler im Betriebssystem die Sicherungsroutinen, und die Installation der neuesten Updates kann das Problem beheben.
- Führen Sie
sfc /scannowden Befehl in PowerShell oder der Eingabeaufforderung aus, um sicherzustellen, dass die Systemdateien in Ordnung sind, insbesondere wenn bei Sicherungsfehlern auf Systemprobleme hingewiesen wird. - Wenn die Verbindung zum Laufwerk ständig abbricht, versuchen Sie es mit einer externen Festplatte mit eigener Stromversorgung – oft erhalten busgespeiste Laufwerke nicht genügend Strom, was zu Timeouts führt.
Es ist wichtig zu wissen, dass nicht immer alles auf Anhieb reibungslos funktioniert. Bei manchen Konfigurationen muss das Laufwerk aus- und wieder eingesteckt werden, oder Windows benötigt einen kleinen Anstoß, um das Laufwerk korrekt zu erkennen. Selbst dann kann es vorkommen, dass die Datensicherung ohne erkennbaren Grund abbricht. In diesem Fall kann es helfen, Windows ein anderes Laufwerk zuzuweisen oder nach Treiberaktualisierungen zu suchen.
Zusammenfassung
- Prüfen Sie, ob Ihr externes Laufwerk ordnungsgemäß angeschlossen und im Geräte-Manager erkannt wird.
- Stellen Sie sicher, dass das Laufwerk korrekt formatiert ist (NTFS oder exFAT).
- Schließen Sie das Gerät über einen guten USB-Anschluss an – vorzugsweise über einen USB 3.0-Anschluss für höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.
- Konfigurieren Sie die Backup-Einstellungen sorgfältig und passen Sie Zeitplan und Ordner Ihren Bedürfnissen an.
- Seien Sie geduldig und prüfen Sie, ob Fehlermeldungen oder Laufwerksprobleme vorliegen, falls es beim ersten Versuch nicht funktioniert.
Zusammenfassung
Das Sichern von Daten auf einer externen Festplatte kann mühsam erscheinen, besonders wenn Probleme auftreten. Hat man den Dreh aber erst einmal raus, lohnt sich der Aufwand. Wichtig ist, sich Zeit zu lassen, der Hardware zu vertrauen und regelmäßig Wartungschecks durchzuführen. Manchmal reicht es schon, die Festplatte schnell zu formatieren oder den Treiber zu aktualisieren, damit sie wieder reibungslos mit Windows funktioniert. Hoffentlich helfen diese Tipps, die Fehlersuche zu beschleunigen – denn Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Ist die Datensicherung aber erst einmal eingerichtet, ist es eine große Erleichterung zu wissen, dass die Daten sicher sind. Hoffentlich hilft das allen, Datenverlust in Zukunft zu vermeiden – oder zumindest den Prozess weniger frustrierend zu gestalten.